Spur G Lokschuppen Teil 1 – Die Planung und der Bau

Veröffentlicht von Torben am

Eine kurze Idee von meinem Vater: Ich hätte ja gerne einen Lokschuppen – oder zwei. Der Eine soll etwa 70cm lang sein, damit das Krokodil da rein passt. Und der Andere etwas kleiner, für die Dampflok. Die Türen soll man auf und zu machen können. Am besten automatisch. Beleuchtung versteht sich natürlich von selbst. Ein Ziegelbau mit Blechdach wäre super, mit großen Fenstern. Und die grüne Farbe, die auch schon für andere Dinge verwendet wurde, soll mit drin sein. Man könnte ja alles in grau drucken und dann lackieren.

Also schon ein paar Anforderungen an Design und Planung… Wobei ich uns das nachträgliche Anmalen schenken wollte. Wozu hat man schon auf einen (bzw. später zwei) Anycubic Kobra 3 mit ACE Pro aufgerüstet… Und entgegen den H0-Teilen, die ich in der Vergangenheit damit gedruckt hatte, wäre der Druck für Spur G sicherlich etwas einfacher.

Also begann die Planung. Als Ideenvorlage hatte ich mir die von Pola, Piko und Vollmer angesehen. Bei Thingiverse fand ich dann eine Basis, die ich am liebsten übernommen und skaliert hätte (Original ist H0). Wir wollten das Design aber etwas anpassen und die Türmechanik war zwar toll gelöst, für draußen aber nicht gut geeignet – die Zahnräder wären zu schnell voll mit Sand. Hier fairerweise das Original, wenn man schon abguckt: https://www.thingiverse.com/thing:5938042

Als Türmechanismus waren ein paar Ideen im Raum:

  • LGB Türmechanik (Zug fährt hinten gegen, Türen gehen zu, bleiben beim Losfahren aber dauerhaft offen)
  • Eine Art „Wippe“, über die der Zug fährt (ähnlich wie bei einer Schranke für Bahnübergänge)
  • Drehfedern am Türgelenk – Zug fährt einfach gegen die Tür
  • Lichtschranken oder Reedkontakte
  • Kleine Tür-Kobolde

Einige Dinge fielen schnell raus… Eine Mechanik, gegen die man fahren muss, wollten wir nicht. Erstens könnte man aus Versehen etwas beschädigen und zweitens sollten die Türen auch zugehen, wenn die Lok rausfährt. Damit waren die Türmechanik und Drehfedern raus. Die Wippe würde im Außenbereich schnell verdrecken und nicht mehr funktionieren. Die kleinen Tür-Kobolde könnten eine Gewerkschaft gründen und eine faire Bezahlung fordern. Lichtschranken müssten erhöht angebracht werden und könnten, vor allem vor dem Lokschuppen, schnell abbrechen. Also blieben als sinnvollste Variante die Reedkontakte, die mit einem Magneten unter der Lok ausgelöst werden.

Mit dem Ergebnis konnte man anfangen zu planen und zu zeichnen.

Spur-G-Lokschuppen-Zeichnungen-Uebersicht

Bild 1 von 13

Das Ergebnis kann sich in der Tat sehen lassen:

  • Stabiler Boden, der mit den Wänden verklebt wird
  • Wände werden mit Verbinder verklebt
  • Sparren zwischen den Wänden werde verklebt und mit einer Schraube fixiert, was weitere Versteifung bringt und Auflage für das Dach
  • Die Eckwände werden mit einer aufgelegten Ecke verklebt. Das dient zur weiteren Stabilität und um die Stöße zu verdecken
  • Länge variabel, ohne an Stabilität zu verlieren (Mittelteile können hinzugeplant oder weggelassen werden)
  • Die Fenster werden von hinten eingeklebt und mit einer gekauften Plexiglasplatte geschlossen (aufgeklebt). Die Fenster sollten transparent bleiben, was mit dem Filamentdrucker nicht geht.
  • Die Innenwände wurden noch mal schwarz lackiert, damit Licht nicht durchscheint.
  • Innenlampen können einfach auf die Sparren gesteckt werden.
  • Die Außenlampe wurde auf die Fassade geklebt und das Kabel mit einem nachträglich gebohrten Loch durchgeführt.
  • Die Türen werden mit einer durchgehenden Stange eingehängt, die von unten herausnehmbar ist – z.B. für Reparaturen.
  • Im hinteren Bereich ist eine Plattform eingebaut, auf der die Türsteuerung verschraubt wird. Die Plattform ist verschraubt, um auch diese stabil zu gestalten.
  • Die Plattform ist so gestaltet, dass der Servo später knapp unter den Sparren liegt.
  • Unter den Sparren ist das Gestänge durch kleine Metallösen nach vorne geführt, die von unten in die Sparren geschraubt sind.
  • Im Mittelbereich des Lokschuppens wird die Stange mit einem Dreieck auf zwei Stangen aufgeteilt, die zu den Türen gehen. Dort sind die Stangen ebenfalls mit einer kleinen Metallschrauböse an den Türen angebracht.
  • Die Kabel werden in einer der hinteren Ecken nach unten geführt, wo später der Trafo sitzen wird.
  • Das Dach ist mit eigenen Sparren versehen und verklebt, sowie die Dachplatten untereinander und mit einer aufgelegten „Gaube“ bzw. Art Firstpfanne. Damit kann das gesamte Dach abgenommen werden und wird nicht mit dem Lokschuppen verklebt.
  • Auf dem Dach befinden sich noch zwei verschraubte Kamine, die nicht nur Deko sind, sondern an denen das Dach gehalten werden kann.

Und so sieht das Ganze dann gedruckt und zusammengebaut aus:

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Bild 4 von 13

Die Torsteuerung kommt dann im zweiten Teil dran.


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