Prusa i3 MK3S+ Montage Teil 3 – Die E-Achse

Veröffentlicht von Torben am

Moin! Willkommen zum dritten Teil meiner Montagereihe des Prusa i3 MK3S+! Wenn ihr Teil 2 gelesen habt ist bei euch die Frage noch offen im Raum, was denn nun eine „E-Achse“ sein soll… X: klar. Y: auch klar. Z: ebenfalls klar. E?? Die Echsenmenschenachse 🙂 Oder die Energieachse (irgendwo muss der Strom ja herkommen) 😉 Vielleicht auch eine Ereignishorizontachse (OMG, nicht in die Nähe davon kommen! NICHT IN DIE NÄHE KOMMEN!). NEIN, es ist einfach der Schlitten mit dem Extruder.

Die Beschreibung bildet wieder das erwartete Ergebnis ab. Schon fast automatisch greift man nach den vorsortierten Tütchen und – FUCK! Das sieht eher nach dem Umfang eines Atomkraftwerkes in Regalmaßstab aus. Ein Haufen Plastikteile, 1000 Schrauben, irgendeine Metallkugel (Glaskugel hätte auch keinen Sinn gemacht, die Zukunft des Bauteils sieht man ja bereits auf dem Monitor), Lüfter, Motor und andere Dinge mit Kabel dran.

So, das rechts baue ich jetzt

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Aber die Anleitung hat eine beruhigende Wirkung auf den erfahrenen Bastler, auch wenn unter jedem Foto so viel steht, wie: WENN DU DAS NICHT ORDENTLICH MACHST, DROHT SPÄTER EINE KERNSCHMELZE AUF DEINEM SCHREIBTISCH!!!11elf

Nun denn, also, Mühe geben und weiter gehts 🙂 Montiert werden zu einem Bauteil die Beförderung des Filaments, der Filamentsensor und das Hotend. Das ist viel Technik und Mechanik auf kleinstem Raum. Es ließ sich dafür aber enorm gut montieren.

Interessant sind der Filamentsensor und die Beförderung des Filaments. Der Sensor besteht aus einem beweglichen Arm mit IR-Sensor darüber. Zwei Neodym-Magnete, die separat in einer kleinen SD-Karten-Dose geliefert werden (toll!!!), drücken den Arm gegen das Filament bzw. die darunter liegen Kugel, wenn kein Filament eingelegt ist. Darüber kommt später der IR-Sensor, der bei „geöffnetem Arm“ das fehlende Filament meldet. Das Filament wird über ein Ritzel (bzw. wie man später sieht, über zwei) befördert.

Das soll der Filament-Sensor werden, wie sich dann herausstellt

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Das Hotend wird im Bauteil eingelegt und darin gehalten.

Auch wieder enorm passgenau

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Ich liebe diese Beschreibung! Das ist so genial geschrieben, dass die gesamte Montage nicht langweilig wird 😀 Aber es macht Sinn, das sind nämlich genau die Punkte, bei denen man sich sonst eine abbrechen oder das Bauteil zerbrechen würde.

Ich liebe diese Beschreibung :-D

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Nun wird es etwas komplizierter… Die Kabel müssen so verlegt werden, dass sie nicht gequetscht werden. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass die Kabel des Hotend nicht beschädigt werden. Also werden Kabel verlegt, der IR-Sensor montiert und die Lüfter montiert und eingepasst.

Die Endmontage sieht komplizierter aus

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Nun kommt das Gegenstück des Filament-Ritzels dran. Vorher muss einmal mittels Filament der Transport getestet und das Ritzel am Motor korrekt eingestellt werden. Das Gegenstück ist ebenfalls eine Art Wartungsklappe für das Ritzel am Motor. Gehalten und gespannt (und damit gegen das Filament gedrückt) wird sie mittels Schraube mit einer Feder.

Aber da liegen noch mehr Teile...

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Fertig ist der Extruder. Nun wird er auf der X-Achse montiert. Dazu müssen die Kugellager in die im letzten Kapitel markierte Position gedreht werden, der Extruder mittels Kabelstrapse befestigt und der Riemen eingezogen und gespannt werden. Das klingt komplex, ist es aber gar nicht. Es ist wirklich sehr gut gemacht und erklärt. Ebenfalls gibt es eine Spannmöglichkeit über die Halterung des Motors an der X-Achse, der den Schlitten antreibt.

Fertig montierter Extruder

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Dann kommt die Kabelführung mit der Rückseite des Schlittens, womit dieser auf der Achse endgültig befestigt wird. Damit die Kabel nicht zu sehr knicken, wird eine steife Seele mit eingezogen. Mitgeliefert werden ebenfalls Kabelbinder und Kabelschläuche. Zum Schluss werden die Kabel vom Hotend nach hinten geführt und befestigt.

Auch das war einfach und passgenau montiert

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Tja, schon ist das Kapitel ebenfalls abgeschlossen und es sieht immer mehr nach 3D-Drucker aus.


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