Da sind wir wieder, im Land der LED-Beleuchtung! Auslöser war der Wunsch nach synchroner Beleuchtung eines Wandbildes mit meinem ASUS Aura und Razer Synapse. Zur Steuerung wird Razer Synapse genutzt und der DIYHUE-Server, den ich in einem meiner anderen Beiträge bereits vorgestellt habe.
Zuerst wollte ich mir eine Art Nanoleaf selber bauen… Irgendwie haperte es aber an verschiedenen Sachen… Zunächst habe ich keinen vernünftigen Emulator gefunden, den ich auf einem ESP installieren konnte und ebenfalls mit Razer kompatibel war. Außerdem triggern mich Nanoleafs nicht so richtig… Ich weiß mit bunten Leuchtflächen nicht sooo viel anzufangen. Getriggert hat mich dann aber ein Löwenkopf-Wandbild, das aus geometrischen Formen aufgebaut ist. Daraus musste ich dann was bauen! Ich habe dann ein wenig in Photoshop herum gespielt:
Brainstorming mit Photoshop
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Dadurch wurde mir ein wenig klar, dass ich eine Beleuchtung von vorne nicht haben möchte. Ich fand die Wirkung nicht so prall. Also musste es von hinten beleuchtet werden. Da kam eigentlich nur ein Kasten mit Plexiglas infrage. Problem an einem Kasten ist aber: Eine flächige Beleuchtung ist bei niedriger Tiefe nicht so einfach – ich wollte keinen 10cm dicken Werbekasten an der Wand haben. Sicherlich musste die Beleuchtung auch von unten sein, denn Plexiglas / Glas von der Seite anzuleuchten, schließt das Licht förmlich in der Scheibe ein – es leuchten dann nur die Ränder.
Ich habe viel nachgelesen, viele Youtube Videos gesehen und hatte dann eine ungefähre Vorstellung:
Es musste mit einem innenliegenden LED-Streifen gelöst werden (WS2812B, mein Klassiker)
Ich musste einen ESP8266-12F unterbringen – wie der Streifen läuft der mit 5V, ich brauchte also keinen zusätzlichen Spannungswandler auf 3V
Ich brauchte mindestens 100 LEDs für eine ausreichende Beleuchtung – wobei ich damit nicht den Raum ausleuchten wollte, es sollte mehr eine Ambientebeleuchtung sein
Ich brauchte ein leistungsstarkes Netzteil (man kann ca. 0,06A pro LED rechnen – also habe ich ein 8A Netzteil besorgt)
Die Leitungen durften nicht zu dünn sein, damit kein Spannungsverlust auftritt
Das Netzteil sollte vom Kasten trennbar sein, also brauchte ich eine Steckverbindung, die auf jeden Fall 10A bei Niedrigspannungen aushält
Jeder Meter musste neu eingespeist werden, da die Leiterbahnen zu dünn sind für einen hohen Strom
Es musste ein Holzkasten sein, der mindestens 2cm dick ist (1cm ist in etwa der LED-Streifen breit) und maximal 1,1m groß (da sonst zu viel Leuchtleistung in der Mitte fehlt)
Ich brauchte eine Plexiglasscheibe mit hoher Streuwirkung, eventuell noch eine Diffusionsfolie dazu
Ich brauchte eine gute Spiegelfolie, damit das Licht in Richtung Front geworfen wird
Für mein Löwenbild dazu noch schwarze Klebefolie
Als Rückwand eine dünne MDF-Platte
Halter, die man nicht sieht aber stabil genug sind (das Ganze wiegt bestimmt 5KG).
Außerdem habe ich mir zum Testen und für das Endprodukt einige 3D-Teile gedruckt – eine Halterung für den ESP mit Zugang von außen (ich möchte zum Flashen nicht alles abbauen müssen), Kabelhalter / -führungen, Winkelschienen für die LED-Streifen (ich dachte, ein leichter Winkel nach unten wäre von Vorteil)
Ich holte also:
2x2cm Leisten
0,5mm MDF-Platte
0,4cm beidseitig satinierte, beklebbare Plexiglasplatte WH10 DC (Farbe und Art der Platte)
Kabel zwischen 0,25 und 1,5mm²
Ein 5V 8A Netzteil
XT60 / XT60E Einbaustecker mit Goldkontakten
Einen WS2812B LED-Streifen mit 150 LEDs, IP30 (nicht silikoniert, damit er sich besser verarbeiten lässt)
Ein Bastelskalpell und Folienrakel, damit man die geometrischen Teile sauber ausschneiden und aufkleben kann
Mattschwarze Klebefolie
Spiegelfolie
ESP8266 ESP-12F hatte ich noch liegen, genau wie Verbrauchsmaterial (Kabelbinder, Schrumpfschläuche usw.), Schrauben und Werkzeug…
Sekundenkleber für die gedruckten Abstandshalter (vierteilig)
Montage-Alleskleber (für Holz und Plexiglas)
Ein Geometrie-Set… Ja, wer hat denn heute noch mal eben ein Geodreieck liegen…
Vier Regalträger mit 10cm Dorn für die Wandmontage (später auf 3cm gekürzt)
Transparentes Filament für die Abstandshalter und das Montageteil vom ESP
Tja, dann gingen die ersten Montageversuche los:
Plexiglasplatte satiniert WH10 DC
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Ein erster Testversuch mit fertigen RGB-Stripes, die ich noch liegen hatte. Die generelle Idee war nicht zum Scheitern verurteil, musste aber noch stark verbessert werden:
Test mit LED-Streifen
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Wenn man die Ränder aber ein wenig abdeckte, hat man schon einen besseren Effekt gehabt.
Die Ränder einfach mit Pappe abgedeckt – schon etwas besser.
Über die schlecht ausgeleuchtete Mitte habe ich mir während der nächsten Phasen immer wieder Gedanken gemacht. Die Ecken füllten sich später automatisch, da ich natürlich die Stripes bis in die Ecken legen wollte.
Und es wurden die Teile gedruckt:
Kabelhalter zum Schrauben für Kabelbinder
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Und die Technik wurden mit dem Rahmen verheiratet:
Etwas Kabelwahnsinn
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Und dann konnte der erste Test mit den richten Stripes kommen:
Testaufbau - naja, geht so...
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So richtig begeistert war ich aber noch immer nicht… Es wirkte für mich noch zu dunkel in der Mitte. Die Abstandshalter in der Mitte würde ich später unter den schwarzen Formen verstecken. Die Verkabelung in der Ecke nach Möglichkeit ebenfalls.
Also machte ich mich an den schwierigsten Teil, die geometrischen Formen ausdrucken, in das Format umzurechnen, das ich später auf dem Bild brauche und alles zu vermessen – jede Linie, diverse Winkel… Rechnen, übertragen, schneiden, Kleben. Nach drei Abenden war ich aber schon fertig, und es sah geil aus. Später kamen dann noch ein paar Dreiecke dazu – und das Original habe ich hinter die Rückwand geklebt, falls man später etwas austauschen muss.
Berechnung der Skalierung zum Übertragen auf die Folie
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Vom Ding her nicht schlecht, es war mir in der Mitte aber noch immer zu dunkel. Ein weiterer LED-Streifen in der Mitte sah nicht so prall aus. Auch die Winkelleisten unter den LED-Streifen hatte ich schon rausgeworfen.
Nächster Testaufbau
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Also blieb nur ein neuer Kasten mit dickeren Leisten… Also ab in den Baumarkt, 4x2cm Leisten geholt und den Kosten neu gebaut:
Und noch mal von vorne... Neuer Kasten
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Vorteil: Die einzelnen LEDs sieht man nicht mehr so stark, da ich auch den Abstand vergrößern konnte, und ich hatte viel mehr Platz um die Kabel anzubringen.
Ein letzter Test vor der Endmontage:
Letzter Testaufbau
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Schon ziemlich geil 🙂
Dann wurde es Zeit die Plexiglasplatte aufzukleben und die Abstandshalter anzukleben. Außerdem habe ich gleich noch die Halterungen gekürzt und eingelassen.
Verkleben der Plexiglasplatte
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Die Halterungen stecken, wie bei den versteckbaren Regalhaltern (kennt man z.B. von Ikea), im Rahmen relativ weit außen. So ziehen mir die Halter durch das Gewicht nicht die Leisten „nach oben“ – zur Not habe ich vier Halter eingelassen, auch wenn man so auf den Punkt genau acht Löcher in die Wand bohren müsste…
Geil! Fast fertig! Rückwand angeschraubt, die Winkelleisten auf Gehrung gesägt und aufgeklebt (dafür die Verkabelungen noch einmal gelöst um sie durch die Löcher in den Leisten schieben zu können) und dann: Alles wieder zerlegt, weil nur 33 LEDs leuchten! WASSN DRECKT! Und woran lag es? Beim Ausschneiden der Rückwand, damit die Halterplatten nicht auftragen, habe ich mit dem Messer eine LED getroffen und die Lötstelle zerlegt… Aber es ließ sich zum Glück wieder löten, OHNE einen Stripe tauschen zu müssen 😀
Fertiger Kasten mit weißen Winkelprofilen
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Und somit konnte es nun endlich an die Wand!
Und an der Wand
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Und es übernimmt schön meinen Effekt:
Nice 😀
Und zwar vom Razer Synapse über DIYHUE:
DIYHUE Light Konfiguration
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Und Razer Synapse mit meiner PC-Konfiguration stelle ich in meinem nächsten Beitrag vor.
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