VW Caddy Fliegengitter Heckklappe und Seitenfenster

Veröffentlicht von Torben am

Moin Leute! Ich war nun das erste Mal im Urlaub mit dem Caddy unterwegs und war begeistert – die Mücken auch! Naja, so extrem schlimm war es nicht, ich hätte aber auch gerne einfach mal nachts die Heckklappe mit dem Aufsteller einen Spalt offen gelassen. Das Seitenfenster und die Frontfenster waren einen Spalt geöffnet, dahinter waren aber auch die Verdunklungen. Dadurch kam zwar kein Viechzeug rein, aber auch eben wenig Luft.

Was ich also haben möchte:

  • Fliegengitter für die Heckklappe
  • Fliegengitter für das Seitenfenster in der Schiebetür
  • Fliegengitter für die Schiebetüren

Ich habe mich tagelang im großen Internetz umgesehen und ja, es gibt solche Fliegengitter passgenau mit Reißverschluss usw. – zumindest für die Heckklappe und das Seitenfenster in der Schiebetür und universelle für die Frontfenster in den Türen.

Wie werden diese Fliegengitter befestigt: Entweder mit Klett (wie für das kleine Seitenfenster), sie werden über die Türen gezogen (Frontfenster) oder über die Dichtung (Heckklappe). Für die Schiebetüren scheint es ein Mix daraus zu sein, inkl. irgendwelchen Verzurrungen am Rahmen… Da man rund 150€ für JEDE Tür (!!!) rechnen kann, habe ich mir die Dinger gar nicht erst bestellt… Und etwas über die Dichtungen zu ziehen ist in meinen Augen nicht sehr sinnvoll – außer man steht regengeschützt, zum Beispiel in einer Halle (haha…). Ich denke, Wassereinbruch bei Starkregen ist da vorprogrammiert, wenn großflächig etwas zwischen den Dichtungen sitzt.

Also nein, 450€ (das muss man sich mal vorstellen!!) für nicht optimale Lösungen? Das kann ich billiger mindestens genauso optimal selber basteln…

Meine Idee war, Fliegengitter mit Klettbändern anzubringen. Mein Caddy ist von innen mit einem Stoff bespannt, der wunderbar mit Hakenband harmoniert. Und die restlichen Kontaktpunkte sind Holz oder Metall, an dem natürlich die Klebeseite hält. Fliegengitter für Terrassentüren werden meistens ebenfalls einfach nur mit Klettband befestigt. Das heißt, auf dem Fliegengitter hält die Klebeseite des Klettbandes.

Materialaufwand:

  • Fliegengitter mit Magneten für Terrassentüren
  • Beidseitig klebbares Klettband

Kosten:

  • Ca. 8€ für das Fliegengitter (reicht für die Heckklappe und das Seitenfenster in der Schiebtür
  • Ca. 14€ für 6m Klettband, da bei den Fliegengittern nur kurze Streifen dabei waren

Angefangen habe ich mit der Heckklappe. Die linke Seite konnte ich problemlos befestigen, indem ich ein Band auf das Fliegengitter und ein zweites auf das Holz geklebt habe. Auf dem Stoff habe ich das Hakenband direkt geklettet und auf das Fliegengitter geklebt. Links, oben und rechts war es optimal – das Fliegengitter hat die perfekte Breite, sodass ich nichts zuschneiden musste und das Band an diesen drei Seiten einfach auf die verstärkte Oberfläche des Gitter kleben konnte.

Ecke Kofferraum oben rechts

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Da ich das Fliegengitter zum Fahren nicht ausbauen möchte, musste ich unten ein wenig “basteln” und mit dem Klettband verspringen. Damit schließt es aber auch rundherum perfekt ab. An der Unterkante konnte ich nun nicht mehr auf den verstärkten Rand des Fliegengitters kleben, weil ich es ja kürzen musste. Auf dem Fliegengitter selbst klebt das Band nur nicht richtig und der Klebestreifen blieb größtenteils offen – so kann sich wunderbar Dreck und Ekelkram daran sammeln. Um das zu verhindern und die Schnittkante vor dem Aufribbeln zu bewahren, habe ich einfach ein Flauschband drauf geklebt.

Unten mit Klett...

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Nicht ganz ideal war die Mitte oben. Das Fliegengitter löste sich am Ansatz leicht vom Klettstreifen und schloss nicht richtig. Ich habe es ein wenig verstärkt, indem ich einen Flauschstreifen oben über beide Ansätze klebt habe und zwei weitere von vorne und hinten direkt über dem Klettband. Somit bekam ich oben mehr Stabilität und es bleibt keine Mückenlücke.

Oben Mitte noch nicht ideal

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Das Ergebnis kann sich sehen lassen – natürlich kann man es zu Be- und Entladen öffnen oder es bei Bedarf auch komplett entfernen (wozu auch immer…). Die Magneten habe ich absichtlich mit der “dicken” Seite nach außen gehängt. So vermeide ich hoffentlich, dass ich nachts aus Versehen mit irgend etwas dran hängen bleibe und sich alle Mücken der Nachbarschaft plötzlich eingeladen fühlen.

Passgenau - wie (oder besser als) gekauft

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Das nächste Thema war das kleine Seitenfenster in der Schiebetür. Da ich noch ausreichend Fliegengitter übrig hatte, habe ich das auch gleich fertig gemacht.

Problem dabei:

  • Man muss es noch schnell öffnen oder schließen können
  • Die Verdunklung muss noch passen – sie hält per Magnetband links und rechts direkt neben der Scheibe
  • Das Fenster muss dicht sein, wenn man es schließt

Eine Überlegung war, zwei Fliegengitter mit horizontalem Ansatz anzubringen – also so, dass drei Magnete horizontal mittig des Fensters liegen. Da man das Fenster mittels Schiebemechanismus von links nach rechts bewegt, hätte ein horizontaler Ansatz keinen Sinn ergeben. Nach längerem Testen wurde mir dann aber klar: Das wird so nichts… Je nach Öffnung des Fensters setzt man das Fliegengitter mehr oder weniger unter Spannung, da das Fenster beim Öffnen ein Stück nach innen kommst. Dadurch sitzt das Fliegengitter teilweise auf zu wenig Spannung, womit Lücken zwischen den Magneten entstehen, durch die auch Elefanten hätten fliegen können. Ich entschied mich also dazu, nur ein Fliegengitter zu verwenden, das man dann halt zum Öffnen / Schließen kurz öffnen muss. Bei der Größe gibt es wohl Schlimmeres, dachte ich mir. Außerdem musste ich auf der linken Seite etwas weiter außen an der Tür ansetzen, eben weil das Fenster ziemlich weit raus kommt und sich das Klettband dort unter zu starker Spannung hätte lösen können – auf der rechten Seite konnte ich dafür das Klettband noch auf der Scheibe anbringen. So habe ich aber auf beiden Seiten ausreichend Platz für das Magnetband der Verdunkelung.

Und so sieht das dann aus:

Das Seitenfenster

Bild 1 von 5

Der Praxistest:

Ein wirklicher Test über Nacht steht natürlich noch aus… ABER ich kann sagen, dass mit Wind gut klar kommt. Während ich gebastelt habe, hatten wir Böen von ca. 18km/h. Weder klebte mir ein Fliegengitter im Gesicht, noch faltete es sich um den Baum hinterm Auto.

Das Fliegengitter für die Schiebetüren folgt noch. Da ich erstmal testen wollte, habe ich noch nicht das gesamte Material zusammen.

Kategorien: Camping

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